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Ein Auto für das Waisenheim!

Dank unserer Unterstützung konnte im Sommer 2015 ein Gebraucht-Wagen für das Waisenhaus gekauft werden. Der alte Jeep bringt ein großes Stück Selbständigkeit. Nun sind die Menschen vor Ort mobil und können Einkäufe und Krankentransporte tätigen. 

FRÜHJAHR / SOMMER 2015
große Freude über den Gebrauchtwagen

Hilfsprojekt für Waisenheim in Njombe/Tansania

Julia und Doris, beide aus Südtirol und engagierte Helferinnen in Tansania, haben uns von ihrem Hilfsprojekt für das Waisenhaus St. Gertrude in Imiliwaha/Njombe/Tansania erzählt. Da unser Kaffee auch aus Tansania kommt, haben wir beschlossen, uns an diesem Projekt zu beteiligen. In unserem Kaffeeladen können auch Sie durch das Erstehen eines Jutesackes gegen eine freiwillige Spende einen kleinen Beitrag leisten.

Das Waisenhaus St. Gertrude wurde 2004 gegründet und die Betreuerinnen leisten 24 Stunden am Tag eine großartige Arbeit, um das oft tragische Schicksal der Kinder erträglicher zu machen. Für finanzielle Unterstützung sind die beiden Südtirolerinnen sehr dankbar.

6. Mai 2015 – Brief aus Tansania

Schon seit ca. 7 Jahren arbeiten wir mit dem Waisenheim Imiliwaha in Tansania zusammen.
Seit einiger Zeit ist es uns durch verschiedene Projekte gelungen, das Heim eigenständig und unabhängig zu machen. Wir haben gemeinsam mit Spenden aus Südtirol Hühner angekauft. Durch den Erlös der Eier und des Fleisches, können sie sich einiges Geld sparen und es für Lebensmittel und Medikamente ausgeben. Es ist wunderschön zu sehen, dass die jahrelange Arbeit Früchte trägt. Den 41 Waisenkindern von 0-4 Jahren, die im Heim leben, geht es mittlerweile gut. Sie bekommen zu Essen und werden ärztlich versorgt. Das letzte gemeinsame Projekt mit dem Waisenheim Imiliwaha wäre der Kauf eines Autos. Das ist ein großer Wunsch der Heimleiterin, Schwester Stella, da es sehr schwierig ist sich in diesem Gebiet fortzubewegen. Wenn Kinder schwer krank werden oder ins Krankenhaus müssen ist es ein riesen Aufwand. Oft kommt die Hilfe auch zu spät, weil sie keine Transportmöglichkeit haben. Gemeinsam mit eurer Spende und dem Einsatz von Caroma könnten wir diesen Traum verwirklichen!
Ich lebe seit einiger Zeit in Dar es Salaam, Tansania und habe mich immer wieder für ein passendes Auto umgesehen. Derzeit stehen drei Autos zur Auswahl die alle um die 4.000€ kosten.  
Vielleicht gelingt es uns Ende Mai, wenn ich wieder zurückreise, Eines davon anzukaufen.
Ein besonderes Dankeschön an Valentin und sein Team, die uns seit einiger Zeit tatkräftig bei diesem Projekt unterstützen und sehr aktiv Spenden sammeln. Es ist für uns ein gutes Gefühl zu wissen, dass immer wieder so viele Menschen bereit sind, zu helfen.

Julia und Doris

Erfahrungsbericht vom St. Gertrude Waisenheim Imiliwaha/Njombe/Tansania

Im Südwesten Tansanias liegt die Region Njombe. Von dort circa eineinhalbstunden entfernt befindet sich mitten in den Bergen die Ortschaft Imiliwaha.
Zentrum dieses Ortes ist das St. Gertrude Benediktinerkloster. Über 200 Klosterfrauen sind dort untergebracht und sorgen dafür, dass das Konvent funktioniert. Neben einer riesigen Agrarwirtschaft von Früchten und Schwarztee, werden auch jede Menge anderer Güter produziert, wie z.B. Schuhe, Kleidung, Schmuck, Hostien und Kerzen. Zudem wird eine Metzgerei, eine Buchdruckerei, eine Mühle und ein kleines Busunternehmen betrieben. Dem Kloster zugehörig sind auch noch eine Krankenstation, eine private Secondaryschool für Mädchen, eine Haushaltsschule, ein Kindergarten, ein Seminarhaus und das St. Gertrude Waisenhaus.

Viele der Kinder haben harte Schicksalsschläge zu tragen

2000 wurde Rainery in der Krankenstation von Imiliwaha geboren. Seine an AIDS erkrankte Mutter verstarb gleich nach seiner Geburt. Da bereits Rainery HIV infiziert war, wollte sich die restliche Familie nicht um ihn kümmern. Eine liebevolle Schwester aus dem Kloster nahm den Jungen auf und zog ihn groß. 2013 mussten wir leider Abschied von Rainery nehmen.
Da die Geschichte von Rainery kein Einzelfall war, beschloss man ein Waisenheim in Imiliwaha zu bauen. 2004 war der erste Wohnblock des Heimes fertig und die ersten Kinder konnten aufgenommen werden. Zur damaligen Zeit befanden sich 5 Kinder im Heim. Nur 5 Jahre später, stieg die Anzahl der Kinder auf 60. Dank finanzieller Unterstützung der italienischen Organisation „Pangea“ konnte das Heim vergrößert werden.
Somit gibt es jeden Tag, für die Arbeiter/innen viel zu tun: Kinder versorgen, kochen, Wäsche waschen, Garten bewirtschaften, Tiere pflegen usw., bestimmen den Alltag. Die Betreuer/innen leisten jeden Tag, 24 Stunden große Arbeit und sind um jede Entlastung und Unterstützung dankbar.

Ziel des Waisenheim ist es, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen

2012 baute die bereits oben erwähnte italienische Organisation „Pangea“ in der Nähe des Waisenhauses eine private Grundschule. Die Waisenkinder dürfen diese Schule besuchen und leben im angebauten Schulheim. Die Don Bosco Schule darf jedoch auch von außenstehenden Kindern des ganzen Landes besucht werden.
Die Leitung der Schule und des Waisenheimes sind sehr darum bemüht, sich täglich um alles so gut wie möglich zu kümmern. In den letzten Jahren wurde und wird der Eigenanbau von Gemüse und Obst gefördert, so dass Kosten eingespart werden können. Zudem sind wir stolze Besitzer von Kühen, Schweinen, einem Ziegenbock, Hasen und jeder Menge Hühner. Besonders die Hühnerzucht ist eine gute Investition. Täglich kommen Menschen aus der Umgebung vorbei um Eier oder Fleischhühner zu kaufen.

JULI 2014 – Impressionen, welche uns Doris und
Julia kürzlich geschickt haben